Die folgenden Tipps werden Ihnen dabei helfen, Ihre Uhr einzustellen, optimal zu pflegen und zu schützen.

Zeitmesser sind hochentwickelte Präzisionsinstrumente, welche ununterbrochen und unter oft schwierigen Bedingungen arbeiten. Auf dieser Seite finden Sie wichtige Informationen zum Umgang und zur Pflege Ihrer Uhr.

UMGANG IM ALLTAG

Auch wenn die meisten Hersteller bekräftigen, dass man die hauseigenen Zeitmesser auch beim Sport oder bei der Gartenarbeit tragen kann, ist das im Falle eines wertvollen Präzisionsinstruments nicht wirklich sinnvoll.
Selbst noch so robusten Kalibern und Gehäusen können schwerere Erschütterungen durchaus etwas anhaben und die sensible Mechanik des Uhrwerks in Mitleidenschaft ziehen. Im Zweifelsfall die Uhr daher besser einmal mehr ablegen bzw. zu Hause lassen, als sich danach über Kratzer am Gehäuse oder Beschädigungen des Uhrwerks zu ärgern.

AUTOMATIK-UHREN

Das Uhrwerk einer automatischen Uhr wird durch die Bewegungen Ihres Handgelenks aufgezogen. Daher empfehlen wir Ihnen, Ihre Automatikuhr jeden Tag zu tragen, damit sie so automatisch nach und nach aufgezogen wird.
Falls Ihre Uhr einmal stehen bleibt, sollte sie vor dem erneuten Tragen manuell aufgezogen werden. Dazu ziehen Sie das Uhrwerk durch einige Kronenumdrehungen auf und setzen es damit erneut in Gang.
Falls Ihre tägliche Aktivität einmal nicht ausreichen sollte, um das Uhrwerk automatisch aufzuziehen, so können Sie ohne weiteres die ungenügende Spannung der Feder durch manuelles Aufziehen über die Krone kompensieren.

HANDAUFZUGS-UHREN

Eine Handaufzugs-Uhr muss von Hand aufgezogen werden.
Ziehen Sie Ihre Uhr auf, indem Sie die Krone im Uhrzeigersinn drehen, bis Sie einen deutlichen Widerstand spüren. Versuchen Sie nicht, Ihre Uhr über diesen Widerstand hinaus aufzuziehen, da dies eine Beschädigung der Zugfeder nach sich ziehen kann.
Bei Vollaufzug hat Ihre Uhr eine Gangreserve von meist 35 oder mehr Stunden. Eine genügende Spannung der Feder beeinflusst die Ganggenauigkeit vorteilhaft. Wenn Sie Ihre mechanische Uhr nicht tragen, sollten Sie diese einmal im Monat aufziehen.

QUARZ-UHREN

Uhren mit Quarzwerk werden von einer Batterie mit Strom versorgt und müssen daher nicht aufgezogen werden.
Die Batterie einer Quarz-Uhr muss gewechselt werden, wenn der Sekundenzeiger sich in 5 Sekunden Intervallen zu bewegen beginnt. Bei Uhren ohne Sekundenzeiger macht sich eine leere Batterie erst durch den vollständigen Stillstand der Zeiger bemerkbar. Um ein Auslaufen der Batterie und dadurch eine Beschädigung des Uhrwerks zu vermeiden, sollte diese so bald wie möglich ausgetauscht werden.
Der alle 1-2 Jahre fällige Batteriewechsel sollte ausschliesslich von Rent a Box oder von einem anderen Fachgeschäft vorgenommen werden.


EINSTELLEN DES DATUMS

Diese Informationen zeigen wie man üblicherweise in den meisten Fällen etc. p.p.

1.  Lösen Sie dazu ggf. die verschraubte Krone und ziehen Sie diese in Positon 2 (siehe nächste Seite).
2. Durch Rechtsdrehen können Sie nun das Datum verstellen.
3. In der Zeit zwischen 20 und 2 Uhr dürfen Sie keine Datumskorrektur vornehmen, da in dieser Zeit das Datum automatisch vom Uhrwerk weitergeschaltet wird.
4. Drücken Sie nun die Krone zurück in Position 1 und sichern Sie diese ggf. durch gleichzeitiges Drücken und Rechtsdrehen.

Um zu verhindern, dass das Datum am Mittag statt um Mitternacht weiter schaltet, sollte das Datum VOR der Uhrzeit eingestellt werden:

1.    Datum auf 1 Tag vor dem aktuellen Datum einstellen.
2. Mittels Zeiteinstellung das Datum noch einen Tag weiter stellen.
3. Anschliessend die aktuelle Uhrzeit einstellen.

EINSTELLEN DER ZEIT

Folgende Positionen sind in den meisten Fällen zum Einstellen der Uhrzeit gültig. Erfolgt die Zeiteinstellung bei Ihrer Uhr anders als hier beschrieben, haben wir Sie beim Kauf darauf hingewiesen.

1.    Falls Ihre Uhr über eine verschraubte Krone verfügt, entsichern Sie die Krone durch Linksdrehen.
2. Ziehen Sie die Krone in Position 3.
3. Im Uhrzeigersinn drehen um die gewünschte Uhrzeit einzustellen.
4. Drücken Sie nun die Krone zurück in Position 1 und sichern Sie diese ggf. durch gleichzeitiges Drücken und Rechtsdrehen.

Pos. 1 Aufzugseinstellung
Pos. 2 Datumseinstellung
Pos. 3 Zeiteinstellung

CHRONOGRAPHEN

Chronographen sind Zeitschreiber. Sie messen die Zeit, geben ihr einen Rahmen und halten die Dauer einer Tätigkeit fest. Die Zusatzfunktion der Kurzzeitmessung gestattet es, den Sekundenzeiger unabhängig zu starten, zu stoppen und danach wieder in die Ausgangsposition zurückzusetzten.

Start / Stopp: Sie starten und stoppen den Chronographen durch Betätigen des Start-Stopp-Drückers (oberer Drücker).
Rückstellung: Betätigen Sie den Rückstell- und Flybackdrücker um alle Chronographenzeiger in die Nullstellung zurück zu versetzen (unterer Drücker). Hinweis: Wenn Ihr Chronograph keine Flyback-Funktion hat, ist es sehr wichtig, den Chronographen vor dem Zurücksetzen zu stoppen, da sonst die Gefahr besteht den Mechanismus zu beschädigen.
Sekundenzähler: Der grosse Sekundenzähler in der Zifferblattmitte ist der Sekundenstoppzeiger. Am Rand des Zifferblattes befindet sich die Einteilung zum Ablesen der gestoppten Sekunden.
Minutenzähler: Die Minuten werden auf einem Hilfszifferblatt mit 30 bzw. 60 Minuten-Einteilung abgelesen. Der Minutenzähler kann wie die normale analoge Zeitanzeige abgelesen werden, d. h. eine Umdrehung des Minutenzählers entspricht 30 bzw. 60 Minuten.
Flyback: Bei laufendem Chronographen kann sofort eine neue Messung gestartet werden. Dazu betätigen Sie bei laufendem Chronographen den Rückstell- und Flybackdrücker vollständig bis zum Anschlag. Beide Chronographenzeiger werden zurückgestellt und eine neue Messung wird sofort gestartet, sobald der Drücker losgelassen wird.
Additionszeitmessung:   Sie können die Stoppzeiten addieren, indem Sie nach der ersten Messung anstelle des Rückstell- und Flybackdrückers nochmals den Start-Stopp-Drücker betätigen.
Rattrapante: Bei Chronographen mit Rattrapente oder Schleppzeigerfunktion kann durch Betätigen des zusätzlich vorhandenen Drückers eine Zwischen- oder Rundenzeit gemessen werden.

LEDERBÄNDER

Leder ist ein Naturprodukt, welches besonderer Pflege bedarf:

  • - Vermeiden Sie Kontakt mit Wasser. Auch hohe Feuchtigkeit und Schweiss können das Material verformen und ausbleichen. Nur Lederbänder, die ausdrücklich als wasserfest gekennzeichnet sind, können unter fliessendem Wasser gereinigt werden.
  • - Kosmetika, Reinigungsmittel und ölige Substanzen können Flecken hinterlassen.
  • - Übermässige Sonneneinstrahlung kann eine schädigende Wirkung auf Farbe und Qualität haben.
  • - Bei täglichem Gebrauch sollten Lederbänder auch aus hygienischen Gründen nach einem Jahr gewechselt werden.

METALL- UND KAUTSCHUK-BÄNDER

Bei täglich getragenen Uhren empfehlen wir das Band alle sechs Monate folgendermassen zu reinigen:

  • - Reinigen Sie das Armband mit einer weichen, in Seifenwasser getränkten Bürste oder Zahnbürste.
  • - Spülen Sie es sorgfältig mit Leitungswasser ab.
  • - Trocknen Sie es mit einem weichen, trockenen Tuch ab.
  • - Reinigen Sie Ihr Armband auf dieselbe Weise nach einem Bad im Meer oder im Schwimmbad.

ALLGEMEINER GEBRAUCH DER UHR

  • - Direkten Kontakt der Uhr und des Armbands mit Reinigungsmitteln, Kosmetika, Parfüms etc. vermeiden. Diese Produkte können Gehäuse, Band und Dichtungen beschädigen.
  • - Die Uhr nicht auf Geräte legen, die starke Magnetfelder ausstrahlen (z.B. Radiowecker, Lautsprecher, Kühlschränke etc.).
  • - Die Uhr nicht extremen Temperaturen von mehr als 60° C und weniger als –5° C aussetzen. Schockartige Temperaturschwankungen, wie sie z.B. in Saunen auftreten, vermeiden.
  • - Zeitmesser bedürfen, wie jedes Gerät mit mechanischen Teilen, von Zeit zu Zeit einer Wartung. Der Wartungsbedarf hängt allerdings stark vom individuellen Gebrauch und von der Pflege der Uhr ab. Bei normalem, sorgfältigem Gebrauch empfehlen wir alle 4 – 5 Jahre eine Revision durchzuführen.